Spruchbanderklärung: Wer “Scheiß DFB” mit der Nationalmannschaft assoziiert, hat von den Protesten gar nichts kapiert! / 50+1 muss bleiben!

Die Standpunkte der verschiedenen Ultrasgruppen zur deutschen Nationalmannschaft mögen sehr unterschiedlich sein. Hierzu wollen wir uns auch keinerlei Pauschalisierung erlauben. Auch innerhalb unserer Gruppe wird die Thematik unterschiedlich bewertet. Sehr deutlich sind hingegen die Standpunkte zur aktuellen Situation um den Konflikt mit dem DFB. Oliver Bierhoff dagegen, Manager der Nationalmanschaft, äußerte sich während der Länderspielpause und kurz nach den Vorfällen rund um das Länderspiel in Tschechien medienwirksam: Die bundesweiten Proteste gegen den DFB seien auch auf die deutsche Nationalmannschaft abgezielt.

Wow. Auf so einen riesigen Schwachsinn muss man erst einmal kommen. Versucht Herr Bierhoff hier etwa dem breiten Publikum mit – nennen wir es äußerst – schlecht recherchierten Äußerungen, die Hintergründe und klaren Ausrichtungen des Protestes zu verschleiern und so seinem Verband etwas Luft zu verschaffen? Ob Herr Bierhoff seine Beweggründe darüber nennen wird? Das wird die Zukunft zeigen. Fakt ist und bleibt: Die Proteste richten sich weder gegen Sami Khedira noch einen anderen Spieler oder andere Teile der Nationalmannschaft! Seit Wochen und Monaten wird deutlich wie weit fortgeschritten der Bruch zwischen Verband und Fans wirklich ist und mit welchem Hintergrund in beinahe allen deutschen Kurven klare Position gegen den DFB, dessen Arbeit und deren Folgen für die Fankultur bezogen wird.

Auf derlei bierhoffsche Aussagen ohne erkennbaren Mehrwert kann in der aktuellen Situation getrost verzichtet werden. Mehr als einen plumpen Versuch die gegenwärtige Stimmung innerhalb der Kurven durch die Verdrehung wichtiger Fakten zu verändern, können wir jedenfalls nicht erkennen. In diesem Sinne, Schuster bleib bei den Leisten…

Scheiss DFB!

Bereits beim Spiel auf Schalke (Verweis Spruchbanderklärung) griffen wir die Aussagen von Karl-Heinz Rummenigge zur Diskussion um den Weiterbestand der 50+1 Regel auf, die Herr Rummenigge mit seiner Position „Wie lange sich der deutsche Fußball diese noch leisten könne“ in Frage stellt. 50+1 stellt die Grundlage der Selbstbestimmung der Clubs dar und verhindert noch immer eine mehrheitliche Übernahme durch (ausländische) Investoren. Einen aufrichtigen Blick hinaus, über die Säbener Straße Richtung Giesing täte manchem wohl gut. Wer allerdings die Augen verschließt und 50+1 mit Luxus gleichsetzt, zeigt uns einmal mehr wie weit sich Teile der (führenden) Bundesligaclubs inzwischen in ihrem Denken und Handeln von der Basis und damit der Grundlage des deutschen Fußballs entfernt haben. Verhältnisse wie sie in diversen Vereinen in den europäischen Ligen herrschen gilt es in aller Form zu verhindern. Der Fußball braucht 50+1!

50+1 muss bleiben!

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.