Spruchbanderklärung: VfB 21? AR und Co: Eure Aufgabe is das Handeln zum Wohle des Vereins und keine weitere Spaltung!

Zum Saisonauftakt gegen St.Pauli zeigten wir folgendes Spruchband: „VfB 21? AR und Co.: Eure Aufgabe ist das Handeln zum Wohle des Vereins und keine weitere Spaltung!“.
Nach dem Abstieg in die 2. Liga sowie dem Rücktritt von Bernd Wahler brauchte und braucht es einen Präsidentschaftskandidaten, der den Verein zurück zu Einigkeit und Geschlossenheit führen kann. Dazu gehört gerade in dieser für den Verein und seine Fans extrem schwierigen Zeit zuvorderst die Aufgabe, Gräben innerhalb der Mitgliedschaft und zwischen den Mitgliedern und Vereinsoffiziellen schnellstmöglich zu schließen. Das in den vergangenen Jahren verloren gegangene Vertrauen kann nur unter einer Vereinsführung wiederhergestellt werden, die den breiten Rückhalt der Mitglieder und Anhänger des VfB Stuttgart 1893 e.V genießt. Und nur wenn es gelingt, dieses Vertrauen Stück für Stück erneut aufzubauen und zu erarbeiten, ist es möglich, die derzeitige Situation des Vereins und die damit einhergehende personelle Neuaufstellung als Ausgangspunkt dafür zu sehen, den Verein in den kommenden Jahren gemeinsam in ein besseres und für alle angenehmeres Fahrwasser zu bringen.

Am 15. August 2016 hat der Aufsichtsrat des VfB Stuttgart nun Wolfgang Dietrich als einzigen Kandidaten für die Wahl des Vereinspräsidenten auf der VfB-Mitgliederversammlung am 9.Oktober offiziell vorgestellt. Den meisten Leuten dürfte Dietrich ein Begriff sein, war er doch u.a. Sprecher des Bahnprojektes „Stuttgart – Ulm“ bzw. „S21“. Allein an diesem Unterfangen und seinen Begleitumständen dürfen die Fähigkeiten des Bewerbers freilich nicht festgemacht werden – dies wäre bei weitem auch zu kurz gedacht. Allerdings sollte gerade im Hinblick auf die unabdingbare Einigung der weiß-roten ein wichtiger Punkt nicht vergessen werden: Kein Bauprojekt, keine Thematik, nichts, hat die Stadt Stuttgart und die Region so sehr gespalten wie die bis heute nicht endenwollenden Diskussionen um Tiefbahnhof und Fildertunnel. Ob das nun nur ein schlechtes Omen oder doch der bekannte Wink mit dem Zaunpfahl ist?
Die Hoffnung auf einen Präsidenten aller Mitglieder wurde mit der jetzigen Veröffentlichung erneut stark in Frage gestellt. Ob diese Entscheidung des Aufsichtsrates wirklich zum Wohle des Vereins beitragen wird, wird der Weg bis zum 9.Oktober und die anstehenden Wahlen zeigen.
Für uns steht weiterhin die Forderung an erster Stelle, eine weitere Spaltung der Mitgliedschaft unbedingt zu verhindern. Für die Zukunft des Vereins brauchen wir eine breite Basis, die vertrauensvoll in Richtung Vereinsführung blickt und gemeinsam die Zukunft gestaltet! Hierzu ist ein Kandidat von Nöten der genau diese Eigenschaften in den Ring werfen kann. Ob dies mit der jetzigen Entscheidung machbar ist, muss wohl schon heute in Frage gestellt werden. Sicherlich lässt sich jeder Weiß-Rote gerne positiv überraschen. Doch die Erfahrung, welche sich durch die vielen negativen Aussagen, Ergebnisse und Positionswechsel der letzten Jahre entwickelt hat, lässt uns schon heute daran zweifeln, ob diese Entscheidung des Aufsichtsrates wirklich zum Wohle des Vereines war.

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