Spruchbanderklärung: Red Bull zerstört den Fußball! / Kein Kampf mit Waffen

Die Erklärung der Spruchbänder zum Köln Heimspiel:

Red Bull zerstört den Fußball:

Das Geschwür Red Bull Leipzig entwickelt sich in einer rasanten Geschwindigkeit weiter. Inzwischen kickt das Produkt in Liga 2. Der Aufstieg in die Bundesliga scheint nur eine Frage der Zeit zu sein. Würde man anderswo vom traumhaften Aufstieg eines kleinen Vereins sprechen, der der Profifußball entwöhnten Stadt Leipzig nach endlosen Jahren wieder hochklassigen Fußball bieten kann, so sieht die Realität doch anders aus. RB Leipzig stellt den Inbegriff der Kommerzialisierung des Fußballs und vor allem der Möglichkeit der breiten Markenwerbung dar.

Früh haben Mateschitz und Co. erkannt, welche Chancen der Sport bietet, sein Brauseprodukt gewinnträchtig zu präsentieren. Es gibt wohl kaum ein größeres Event, das nicht durch das bekannte Bullenlogo gekennzeichnet ist. Sei es im Automobilsport, Eishockey oder eben auch im Fußball, bei diversen Fun-Sportarten wie Mountainbike, Wellenreiten oder Snowboarden – Red Bull ist omnipräsent. Der wohl größte Marketingcoup dürfte mit dem Herrn Baumgärtner gelungen sein, der mit dem Stratosphärensprung zu weltweitem Ruhm gelangte, natürlich immer schön präsentiert dank Red Bull.
Doch warum zeigt sich das Unternehmen so gönnerhaft? Natürlich ist es nicht die Liebe zu den jeweiligen Sportarten, sondern ein perfider bis ins Detail ausgearbeiteter Marketingplan steckt dahinter: Employer Branding der Marke.

Red Bull besitzt nicht umsonst Fußballteams auf mehreren Kontinenten. Angefangen mit der Übernahme von Austria Salzburg und deren Umwandlung in Red Bull Salzburg 2005, dem amerikanischen Fußballteam New York Metro Stars (inzwischen, na klar, New York RedBulls), sowie dem ghanaischen RedBull Ghana, nennt man nun bekanntlich auch den Leipziger Club sein Eigen. Und hier scheint das zu funktionieren, was in Salzburg mit der inzwischen zum siebten Mal gescheiterten Teilnahme an der Champions League nicht vollbrachen werden konnte: die Platzierung eines eigenen Clubs im Spitzenfußball. Dass damit allerdings unser Sport in seinen Grundfesten erschüttert wird, scheinen viele immer noch nicht zu verstehen. Red Bull tritt das Vereinsrecht mit Füßen! Der Aufkauf kleinerer Vereine, die als „Farmteams“ den großen Vereine wie Salzburg und Leipzig zuarbeiten bzw. ihre ausgebildeten Spieler an diese Vereine abgeben, ist nur ein Teil des Treibens. Dass damit viele Traditionsvereine und seriös wirtschaftende Clubs auf Dauer nicht mithalten können und werden steht außer Frage. Denn irgendwann schießt Geld eben doch Tore. Und wenn nicht das Geld die Tore schießt, dann tut es eben noch mehr Geld.

Red Bull wird den Fußball so wie wir ihn heute kennen auf kurz oder lang zerstören. Wie wenig Rücksicht auf Verluste das Unternehmen bei der Eigenwerbung nimmt zeigt auch folgende Reportage, die wir euch ans Herz legen wollen:
https://www.youtube….h?v=1YTm2oueTHw

Der Brausekonzern hat nur ein Ziel: Mit aller Macht die Werbeplattform Bundesliga erreichen und dort möglichst schnell international für Furore sorgen. Wenn dabei andere alteingesessene Vereine auf der Strecke bleiben ist das Red Bull selbstverständlich egal und gut kalkuliert. DFB und DFL werden diesem Treiben keinen Einhalt gebieten. Denn was gibt es für die Verbände schöneres als rückgratlose Kunden auf den Rängen, die sich tatsächlich diesem Konzern anschließen. Das Ganze Geschachere um die Lizenz der aktuellen Spielzeit ist und war nicht mehr als pure Augenwischerei.
Für uns bleibt nur ein Weg: es gilt Widerstand gegen zu leisten! Wir alle müssen selbst aktiv werden, von den Verbänden wird es keine Hilfe geben. Auch wenn der Kampf aussichtslos scheint, hat gerade uns in Stuttgart die abgelaufene Spielzeit gezeigt, dass ein Kampf bis zum Schluss zumindest manchmal auch erfolgreich sein kann!

Damit wollen wir euch auch auf die aktuell anlaufende Kampagne verschiedener Fanszenen unterschiedlicher Ligazugehörigkeit hinweisen. Unter www.nein-zu-rb.de findet ihr weitere Infos.

Tradition muss Siegen – RedBull zerstört den Fußball!

Kein Kampf mit Waffen:

Ein Spruchband, auf das man gerne verzichtet hätte. Gerade Aufeinandertreffen in der Vergangenheit haben gezeigt, wie Rivalität auch fair ausgetragen werden kann. Leider kommt es in letzter Zeit immer häufiger zum Einsatz von verschiedenen Waffen, wodurch es u.a. in Stuttgart bereits Schwerverletzte zu beklagen gab. Waffen sind etwas, was wir verabscheuen und strikt ablehnen. Sie verstoßen unserer Meinung nach gegen die Würde und unsere Werte und stellen ein nicht kalkulierbares Risiko dar. Deshalb: Schaut nach euren Leuten – egal ob in Stuttgart oder anders wo!

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