Kampf bis zum Schluss!

Hallo VfBler,

die Zeiten sind schwer für alle Brustring-Träger, der zweite Abstieg aus der Bundesliga droht und die Zukunft scheint ungewiss. Wut, Resignation und Machtlosigkeit auf der einen Seite, Hoffnung und der Versuch doch noch die Wende zu schaffen stehen auf der anderen. Dieses Wechselbad der Gefühle durchlebt wohl gerade jeder von uns. Von außen prasseln die negativen Schlagzeilen auf uns alle ein, Arbeitskollegen, Kommilitonen und Mitschüler ziehen einen nur zu gerne mit der Misere in Bad Cannstatt auf. Ja, es gab weiß Gott schon schönere Tage als VfB-Fan.

Aber: es sind nicht die ersten schweren Momente. Blickt man auf die letzten zwei harten Abstiegskämpfe zurück, so ergeben sich Parallelen. Parallelen, die uns auch für die kommenden Spiele weiter Hoffnung machen sollten.

Was ist 2001 für ein Ruck durch Stuttgart und die ganze Region gegangen. Das Stadion wurde trotz miserabler Leistungen Spieltag für Spieltag voller. Die Fans sind zusammengerückt, das Motto „Stuttgart ohne Bundesliga ist wie…“ wurde ausgerufen. Gemeinsam haben wir den Schlamassel und den damaligen vollständigen Sturz in die Bedeutungslosigkeit abgewendet. Balakovs Tor gegen Schalke war für uns alle die Erlösung und sorgte wohl für den größten Torjubel, den das Neckarstadion erlebt hatte. Es war ein Kampf bis zum Schluss.

Auch 2011 waren wir nahe am Abgrund. Gemeinsam mit dem VfB wurde die Aktion „Niemals 2. Liga“ ausgerufen. Auch hier rückten die Fans wieder zusammen, standen wie eine Einheit hinter der Mannschaft und schafften doch noch den Klassenerhalt. Persönliche Animositäten, unterschiedliche Meinungen und Ansichten – alles wurde hinten angestellt um das große Ziel doch noch zu erreichen. Wieder war es der vorletzte Spieltag, der die Entscheidung brachte. Wieder war es ein Kampf bis zum Schluss.

Und heute? Auch heute werden die Stimmung und das Umfeld geprägt von verschiedenen Meinungen über Sündenböcke und Schuldige. Mit Sicherheit wurden von allen Beteiligten Fehler gemacht, sonst würden wir nicht stehen wo wir aktuell stehen. Jetzt kommt das große Aber: Das kann aktuell nicht der richtige Zeitpunkt dafür sein eine Sau nach der anderen durchs Dorf zu treiben. Es wird die Zeit kommen, in der die richtigen Fragen an die richtigen Personen gestellt werden müssen. Jetzt kann es aber nur darum gehen alle persönlichen Konflikte hinten anzustellen! Nur gemeinsam können wir diesen Kraftakt bewältigen. Zu was wir Fans des VfB in der Lage sind, haben wir in der Vergangenheit bewiesen. Jetzt ist es an der Zeit es wieder zu beweisen und einen Kampf bis zum Schluss zu führen!

Seien wir doch mal ehrlich: Wir alle gemeinsam sind die letzte Chance diesen Verein mit am Leben zu erhalten. Wir als VfB-Fans können die entscheidenden Prozente liefern. Das Spiel gegen Hamburg haben wir alle gemeinsam gewonnen, auf den Rängen, auf dem Rasen, weil jeder nach der roten Karte noch eine Schippe drauf gelegt hat. Wir haben gemeinsam gegen die letzten zwanzig Zitterminuten angesungen und der Mannschaft den Rücken gestärkt. Damit haben wir wieder gezeigt, dass wir das Herz des VfB Stuttgart sind.

Wer in dieser Kurve steht sollte sich auch immer seiner Verantwortung bewusst sein. Wenn wir aufgeben ist alles verloren. Es nutzt nichts den Kampf aufzugeben, solange rechnerisch noch alles drin ist. Und so schwer das auch alles fallen mag: Nur gemeinsam können wir diesen Kampf bis zum Schluss erfolgreich gestalten. Wir brauchen jeden einzelnen von Euch. Vergesst all diejenigen, die dem VfB jetzt den Rücken kehren – die brauchen wir nicht! In erfolgreichen Zeiten Fan zu sein ist einfach, in den schweren Zeiten zeigt sich wahre Größe! Pushen wir die Mannschaft, pushen wir das Stadion und pushen wir uns zu dem einzig verbleibenden Ziel dieser Saison: dem Nichtabstieg! Lasst uns der entscheidende Funke sein, der das Feuer zum Brennen bringt, das uns den Weg zum Klassenerhalt leuchtet.

Es wird ein Kampf bis zum Schluss – aber den gewinnen wir!

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