Mitgliederversammlung 2019 – Dietrich raus!

Am kommenden Sonntag findet die diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart statt. Und auch heute, über einen Monat nach dem Abstieg, polarisiert weiterhin die Personalie des aktuellen Präsidenten Wolfgang Dietrich einen Großteil der Mitglieder. Der Wunsch nach Antworten, Aufklärung und wirklichen Konsequenzen ist groß. Die Bereitschaft, weitere Bauernopfer oder das “Weiter so” des Ankerinvestors zu akzeptieren, verschwindend gering. Zu viel ist in den vergangenen Jahren, seit der Wahl Wolfgang Dietrichs passiert. Die Anzahl derer, die von Woche zu Woche unzufriedener wurden und werden, wächst beständig. Doch gilt es trotzdem, die Situation so nüchtern wie möglich zu betrachten und die richtigen Schlüsse im Hinblick auf den kommenden Sonntag zu ziehen.

Fraglos wäre es beispielsweise vermessen, Herrn Dietrich eine Alleinschuld am Abstieg des VfB zuzuschreiben. Hierfür waren und sind weitaus mehr Entscheidungsträger und vor allem die Spieler verantwortlich. Trotzdem, die Liste, die zumindest uns voller Überzeugung den Rücktritt von Wolfgang Dietrich fordern lässt, ist lang. Die wichtigsten Gründe aus unserer Sicht wollen wir im Folgenden zusammenfassen.

(D)er Abstieg des VfB Stuttgart sollte im Rückblick keinesfalls allein an Wolfgang Dietrich festgemacht werden. Eine völlig unangepasste Einstellung der Mannschaft, gepaart mit einem ungenügenden Kader und einer Vielzahl grundlegend falscher Entscheidungen dürften im Groben den Grundstock dafür geschaffen haben, dass es mit dem Unentschieden bei Union Berlin nach nur zwei Jahren in der Bundesliga erneut eine Klasse nach unten geht. Es stimmt, ein Präsident steht nicht auf dem Feld, sitzt nicht auf der Bank oder stellt den Kader alleine zusammen. Und trotzdem, er trägt eine wesentliche Mitschuld. Wer sich, wie in Stuttgart geschehen, so weit in beinahe alle Bereiche des sportlich operativen Geschäfts nach vorne wagt, wer für die Einstellung des entscheidenden Personals verantwortlich ist, Spieler mitten im Abstiegskampf die Qualität abspricht und bis zuletzt lieber auf haltlose Durchhalteparolen setzt, statt den Ernst der Lage zu erkennen und entsprechend notwendige Veränderungen durchzusetzen, kann sich nach einer solchen Saison nicht wegducken. Allein die Chance, sich in der Relegation zu retten lag schlussendlich nicht am eigenen Vermögen sondern an den noch schlechteren Leistungen von Nürnberg und Hannover.
Wolfgang Dietrich trägt eine große Mitverantwortung für den sportlichen Absturz und die schlechteste Saison aller Zeiten des VfB Stuttgart!

(I)n der Personalie Michael Reschke sah der Präsident den idealen Sportvorstand. Deshalb wurde dieser zur Saison 2017/2018 an den Neckar geholt. Das Vertrauen in Michael Reschke schien trotz zunehmender Kritik grenzenlos. Seine Vita passte durch die Arbeitsverhältnisse in Leverkusen und München perfekt zum aufstrebenden Verein aus Stuttgart, der nach eigener Aussage in wenigen Jahren wieder in der Champions League spielen wollte. Michael Reschke wurde mit einer Fülle an Freiheiten und einer hohen Entscheidunsgewalt ausgestattet, die eine wirkliche Einflussnahme und Kontrolle durch andere Instanzen oder Gremien eigentlich unmöglich machte. Lediglich der Präsident hätte ihn zügeln können. Dass bereits zu Beginn der Saison 2018/2019 gravierende Mängel innerhalb der Kaderzusammenstellung deutlich wurden, übergingen beide aus unersichtlichen Gründen. Während Spieler, die für das Gesamtgefüge und im Hinblick auf die zwingend notwendige Mentalität von entscheidender Bedeutung waren, verkauft oder verliehen wurden, “verstärkte” man sich mit Spielern, die viele der erforderlichen Attribute beinahe die komplette Saison vermissen ließen. Die Kaderzusammenstellung war zu keiner Zeit darauf ausgelegt, gegen den Abstieg zu spielen. Zu sehr hatte man sich wohl von der Vorsaison blenden lassen und ließ dabei jeden professionellen Weitblick vermissen. Dass der VfB Stuttgart am Ende den Gang in die zweite Liga antreten musste, hat tiefgreifende Gründe in der Arbeit von Michael Reschke.
Wolfgang Dietrich trägt durch die Verpflichtung des Sportvorstandes und fehlende eingebaute Kontrollmechanismen eine große Mitverantwortung für die aus den Fehlern von Michael Reschke resultierenden negativen Entwicklungen!

(E)rste Verantwortliche für den sportlichen Niedergang sind und bleiben allerdings die Spieler. Nach einem miserablen Start mit dem Pokal-Aus beim Drittligisten Rostock und diversen Niederlagen in der Liga wurde schnell deutlich, wohin sich die Sache wohl entwickeln würde. Eine Reaktion der Mannschaft? Fehlanzeige! Über Wochen und Monate das gleiche unansehnliche Gekicke. Kampf, Einstellung, der Wille, den Bock umzustoßen und die Saison doch noch zu retten, blieben bis auf die wenigsten Ausnahmen Wunschdenken. Keiner der sogenannten Führungsspieler konnte während der 37 Spiele der Saison beweisen, dass er wirklich in der Lage und vor allem willens war, die Mannschaft zu führen. Stattdessen ergab man sich reihenweise seinem Schicksal. Höhepunkt sicherlich das 6:0 in Augsburg. Wahrscheinlich noch nie trug eine dermaßen charakterlose Truppe das Trikot mit dem Brustring. Dass es am Ende das eigene Unvermögen beim Freistoß von Aogo war, welches zumindest die Hoffnung auf den Klassenerhalt zerstörte, steht wohl spiegelbildlich dafür, dass die Mannschaft bis zuletzt kollektiv nicht willens war, sich gegen den Abstieg aufzubäumen. Zu lange ließ die Führung der AG den zusammengewürfelten Haufen agieren. Zu lange schaute man teilnahmslos zu, wie Spiel für Spiel verloren wurde und damit das rettende Ufer schlussendlich unerreichbar werden sollte. Dass die Mannschaft bis zuletzt kopflos agierte und auch unter dem dritten Trainer beispielsweise nicht in der Lage war, gegen den Zweitligisten eine zweimalige Führung im Relegations-Heimspiel zu verwalten, findet seine Ursache auch in den Fehlern der AG-Führung in Hinblick auf fehlende Führungsstärke und Struktur.
Wolfgang Dietrich trägt eine große Mitverantwortung für das Scheitern der Mannschaft und die in Gänze fehlende Bereitschaft der Führungsspieler, das in Schräglage liegende Boot aufzurichten und so einen Untergang zu verhindern!

(T)raurig stimmt, was innerhalb eines Jahres aus dem VfB geworden ist. Dabei waren die Ankündigungen vor der Saison doch so hochtrabend gewesen. Der starke siebte Platz in der Vorsaison sollte nur der erste Schritt auf dem Weg nach oben gewesen sein. Knapp war man zudem am internationalen Geschäft vorbei geschrammt. Es schien, als sollte die zur Ausgliederung aufgestellten und ausgegebenen sportlichen Ziele eventuell sogar noch schneller umgesetzt werden können. Waren diese Versprechen doch genau das, was viele Mitglieder dazu bewogen haben dürfte, 2017 für die Ausgliederung zu stimmen. Die Hoffnung auf eine sportlich endlich wieder erfolgreiche Zukunft gepaart mit den Zusagen des Präsidenten, über kurz oder lang die Nummer drei im Land werden zu wollen, waren verlockend. Dementsprechend hoch gestaltet sich natürlich auch eine Erwartungshaltung. Wer seinen Mitgliedern die goldene Zukunft verspricht und damit zumindest hinter vorgehaltener Hand einkalkuliert, dass manche dabei über andere wichtige Punkte hinwegschauen, darf sich im weiteren Verlauf nicht wundern, dass nun die Frage aufkommt, was denn nun mit den damaligen Versprechen ist. Beinahe grotesk wird es dann, wenn man sich in sportlich schwieriger Situation mit einem schwierigen Umfeld und zu hoch gesteckten Erwartungshaltungen herauszureden versucht. Das Vorgehen der Führung in diesem Bereich ist zumindest mehr als fragwürdig. Es scheint so, als ob Manchem nicht klar zu sein scheint, dass man handelnde Personen daran misst, ob großen Worten auch zumindest annehmbare Taten folgen. Kann es sein, dass der Präsident des VfB Stuttgart hierfür ein entsprechendes Beispiel darstellt? Eine Antwort darauf soll jeder für sich selbst finden. Wolfgang Dietrich trägt eine große Mitverantwortung für die in Summe komplett gescheiterten Versprechen, die in der Debatte um die Ausgliederung im Blick auf die sportliche Entwicklung gegeben werden. Er hat zu verantworten, dass viele Fans und Mitglieder infolgedessen nun kein Vertrauen in seine weitere Arbeit hegen können!

(R)und zwei Jahre ist die Entscheidung für die Ausgliederung nun her. Aber was bleibt von den ausgegebenen Zielen im sportlichen Bereich? Eine Weiterentwicklung des Kaders? Ein eigenes Spielsystem bzw. eine eigene Spielphilosophie, welche sich beginnend in den Jugendmannschaften als roter Faden bis in die erste Mannschaft zieht und so Identität und Anreize schaffen kann? Eine Steigerung des sportlichen Potenzials innerhalb der Mannschaft? Mit der Kraft der eigenen Jugend wieder international spielen? Man könnte wohl lange so weiter machen.
Ehrlicherweise werden wohl die Meisten anerkennen, dass sich die versprochene sportliche Entwicklung statt nach vorne in großen Schritten rückwärts bewegt. Zig Millionen wurden in den vergangenen Jahren schlicht und ergreifend verbrannt. Die Anzahl der Fehlentscheidungen auf den verschiedenen Positionen auf und neben dem Feld ist wohl beinahe so groß wie der Unmut darüber. Eine Vielzahl von Spielern, Trainern und Funktionären wurde verpflichtet, nur ein sehr kleiner Teil davon konnte Stand heute die gesteckten Erwartungen erfüllen. Der Rest? Teure Fehlentscheidungen, die neben viel Geld auch noch mehr Vertrauen in die Entscheidungsträger gekostet haben. Zu keiner Zeit konnten die Versprechen, die in diesem Themenfeld durch den Präsidenten getätigt wurden, eingehalten werden. Keines der hochgesteckten Ziele ist mit einem Abstieg vereinbar. Deutlicher kann ein Scheitern kaum zu Tage treten. Von der Champions League fabuliert, in Sandhausen angekommen.
Wolfgang Dietrich trägt eine große Mitverantwortung für das bei vielen Fans und Mitgliedern verloren gegangene Vertrauen in die Arbeit des Präsidenten und weiterer Führungskräfte im Umgang mit den finanziellen Mitteln, die größtenteils durch die fraglos umstrittene und an große Versprechen gekoppelte Ausgliederung erzielt worden sind.

(I)n Sachen Ausgliederung wurde Mitgliedern und Umfeld des VfB Vieles erzählt. Manches hatte den notwendigen Tiefgang, um inhaltich interessante Diskussionen zu fördern, Anderes war so plump, dass der Ein oder Andere bereits 2017 zweifelte und den Wert der Aussagen und Bekanntmachungen in Frage stellte. Auch heute kann jeder zu der Entscheidung der damaligen außerordentlichen Mitgliederversammlung stehen, wie er möchte. Manche fühlen sich zwei Jahre später bestätigt, andere hadern mit ihrer Entscheidung und wieder andere würden heute wohl anders entscheiden. Was aber wohl alle eint, war, ist und bleibt der Wunsch nach einem vertrauensvollen Umgang mit dem Mandat, welches die Mitgliederversammlung den Entscheidungsträgern mit auf den Weg gegeben hatte. Von entscheidender Bedeutung waren sicherlich die Aussagen zu den “starken, regional verwurzelten Partnern”, die man als Investoren gewinnen wolle. Eine Aussage, die darauf abzielte, die Ängste vor einem Verkauf der Anteile an Investoren aus dem In- oder Ausland, die keinerlei Bindung zu der Region und dem VfB Stuttgart hätten, zu verringern. Und heute? Was ist davon übrig? Große Versprechen und Ankündigungen, die Stück für Stück an Wert verlieren. Entgegengebrachtes Vertrauen wird sprichwörtlich mit Füßen getreten. Wertschätzung? Fehlanzeige! Und dazu ein Präsident, der sich, um seine nun zu Tage tretenden Handlungen und Entscheidungen zu verteidigen, in Wortklauberei übt und abstreitet, genau diese Aussage getroffen zu haben. Ein breites und in der aktuellen Situation notwendiges Vertrauensverhältnis ist so keinesfalls denkbar. Dieser Punkt kann sinnbildlich für den Umgang mit den Mitglieder des VfB Stuttgart stehen und sollte allen als warnendes Beispiel unter vielen anderen dienen.
Wolfgang Dietrich trägt eine große Mitverantwortung für den zu großen Teilen am Boden liegenden Glauben an die Ehrlichkeit der Entscheidungsträger des VfB Stuttgart!

(C)ui bono? Etwa Quattrex?! Da war doch was. Schon seit Beginn der Kandidatur und vermehrt mit der späteren Präsidentschaft von Wolfgang Dietrich geisterten die verschiedensten Meldungen über die geschäftlichen und finanziellen Verstrickungen eben jenes Präsidenten des VfB Stuttgart durch die Medienlandschaft. Bei vielen Mitgliedern sorgte dies für Diskussionen und ein ungutes Bauchgefühl. Offenheit und Transparenz sind Attribute, die in diesem Zusammenhang zu Hauf eingefordert wurden. Grundlagen für einen angemessenen Umgang miteinander. Die Realität? Richtig, die sieht grundlegend anders aus. Nachdem in den vergangenen Jahren immer wieder Fragen zu der Thematik aufkamen, veröffentlichte der Kicker im April diesen Jahres neue Erkenntnisse, die erneut für viel Unruhe sorgten. Die Fanvertreter des Fanausschusses des VfB Stuttgart wandten sich wenige Tage später direkt an Präsident Wolfgang Dietrich mit der Bitte, sieben Fragen zu beantworten und damit in der durch die sportliche Situation bereits aufgeheizten Lage für die notwendige Beruhigung zu sorgen. (http://blog.schwabensturm02.net/2019/04/18/offener-brief-des-vfb-fanausschusses/#more-13747) Das Ergebnis dürfte bekannt sein. Wenige Tage später antwortete der Präsident. Allerdings wurde weder inhaltlich zu Genüge auf die Fragen eingegangen, noch überhaupt alle Fragen beantwortet. Ein Zustand, an dem sich bis heute nichts mehr ändern sollte. Transparenz und Offenheit? Fehlanzeige! Vielmehr lässt man es zu, dass der Eindruck entsteht, dass hier gemauschelt und mit verdeckten Karten gespielt wird – eine weitere Spaltung zwischen Befürwortern und Gegnern von Wolfgang Dietrich ist dieser Taktik inklusive. Mit welchem Hintergedanken so fahrlässig mit dem Vertrauen der eigenen Mitglieder gespielt wird, entzieht sich unserem Verständnis und bestärkt uns dahingehend, dass Manche nicht willens sind, die Mitglieder und Fans des VfB Stuttgart als mündige Partner anzusehen.
Wolfgang Dietrich trägt eine große Verantwortung dafür, dass durch die fehlende Transparenz u.a. bei der Thematik Quattrex der Eindruck einer mangelhaften Integrität des Fußballsports beim VfB Stuttgart entstehen konnte!

(H)ier sind wir nun bei einer weiter grundlegenden Frage angekommen, die Fans und Mitglieder des VfB umtreibt: Wie soll aus der verfahrenen Lage heraus Identifikation entstehen? Identifikation ist die Grundlage des Fandaseins. Sie war es, die wohl jeden Weiß-Roten vor Jahren dazu gebracht hat, Fan dieses Vereins aus Bad Cannstatt zu werden. Die eine mag es in die Wiege gelegt bekommen haben, der andere hat dieses eine einprägsame Ereignis, welches ihn sein Herz an den VfB verlieren ließ. Aber heute? Mit was wollen und vor allem können wir Fans uns noch identifizieren? Mit einer Mannschaft, die alles dafür getan hat, dass künftig viele Fans ihre Begeisterung und tiefe Bindung zum Team gut abwägen werden, in der Sorge wieder enttäuscht zu werden? Mit einem Verein/einer AG, die ihr Hauptaugenmerk augenscheinlich darauf auslegt, möglichst viele neue Mitglieder zu generieren, dabei aber immer mehr vergisst, dass die Basis diejenigen sind, die auch in der kommenden Saison Freitagabends zum Heimspiel gegen den 16. der zweiten Bundesliga kommen werden, auch wenn davor drei Spiele verloren wurden? Mit einer AG-Führung und zuvorderst mit einem Präsidenten, dem viele selbst bei bestem Willen einfach kein Vertrauen mehr entgegenbringen können?
Der VfB lag wohl noch nie tiefer am Boden. Das Verhältnis vieler Mitglieder zu ihrem VfB wird aktuell der wohl schwersten Zerreißprobe aller Zeiten unterzogen. Es braucht notwendige Veränderungen. Es braucht eine Grundlage, um wieder Vertrauen aufbauen zu können und es braucht Klarheit darüber, dass nach einer Vielzahl an Fehlentscheidungen wichtige Konsequenzen gezogen werden.
Wolfgang Dietrich trägt eine große Verantwortung dafür, dass sich viele Mitglieder und Fans nicht mehr mit dem VfB Stuttgart, dessen Ausrichtung und Entscheidungen identifizieren können. Zu viel wurde in den letzten Jahren durch sein Handeln und seine Beschlüsse zerstört!

Die Auflistung ließe sich problemlos erweitern. Es ist die Vielzahl an Punkten, die uns neben der inhaltlichen Kritik dazu bewegt, seit langem den Rücktritt bzw. die Abwahl des Präsidenten am kommenden Sonntag zu fordern. Wir sind nicht bereit, die Verpflichtungen von Thomas Hitzlsperger oder Sven Mislintat als ausreichendes Signal der positiven Veränderung zu werten. Richtig ist, beide wurden durch Präsident Dietrich eingestellt. Doch warum? Eventuell deswegen, weil die letzten Verpflichtungen von Präsident Dietrich in diesem Bereich, Michael Reschke, Tayfun Korkut oder Markus Weinzierl zu großen Teilen mitverantwortlich sind, dass der VfB Stuttgart die schlechteste Bundesligasaison seiner Geschichte gespielt hat und diese folglich entlassen wurden?
Sowohl für Thomas Hitzlsperger als auch für Sven Mislintat stehen die wirklichen Bewährungsproben noch bevor. Bis jetzt ist keine Minute der Saison gespielt. Und ob wir Mitglieder nach den Erfahrungen der letzten Jahre tatsächlich noch einmal Vorschusslorbeeren verteilen möchten, wollen wir zumindest stark bezweifeln. Lassen wir uns am Sonntag nicht durch große Ankündigungen und die Auflistung zweitrangiger “Erfolge” blenden. Was zählt, und so nüchtern muss die Sache betrachtet werden, sind die harten Fakten wie der Abstieg oder der massive Vertrauensverlust!
Unsere Sicht auf die Dinge haben wir versucht hiermit sachlich zusammengefasst darzulegen. Anschließen muss sich diesen Ansichten fraglos keiner. Gleichzeitig wollen wir aber auch alle diejenigen ermutigen, die sich in den Zeilen inhaltlich wiederfinden. Kommt am Sonntag zur Mitgliederversammlung. Macht von eurem Stimmrecht Gebrauch und stimmt, wenn ihr der Überzeugung seid, dass dies die bessere Entscheidung für den VfB Stuttgart ist, für die Abwahl des Präsidenten!
Es gilt zudem, was schon vor zwei Jahren gegolten hat: Wer versucht, Befürworter und Kritiker in „Gut“ und „Böse“ einzuteilen, befeuert nur eine weitere Spaltung. Etwas mehr Sachlichkeit im Vorfeld würde dem Ein oder Anderen sicherlich gut tun. Wer wie Teile des Vereinsbeirates die Kritik an Präsident Dietrich mit dem politisch motivierten Mord an Herrn Walter Lübcke in Verbindung bringt, schießt, aus unserer Sicht doch weit über das Ziel hinaus!
Zudem erneuern wir unsere klare Forderung und Bitte, die Aussprache am Sonntag nicht vorzeitig abzubrechen. Nehmt euch die nötige Zeit und akzeptiert alle Mitglieder, die am Sonntag das Wort ergreifen wollen. Ein Abbruch der Aussprache wäre ein weiteres fatales Zeichen für das Demokratieverständnis der Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart!

Für einen wirklichen Neuanfang, der mehr Wert ist, als das Papier, auf dem er festgehalten wurde, braucht es ebenso, wie für die notwendige Erneuerung des Vertrauens in die handelnden Personen, tiefgreifende Konsequenzen in den vordersten Reihen!

Es braucht den Rücktritt von Wolfgang Dietrich!

Die Saison 2018/2019 war keine “kleine Delle”, sie ist der vorläufige Tiefpunkt einer neuen Abwärtsspirale unter Präsident Dietrich – mit offenem Ausgang!

Sollte eine Mehrheit der Mitglieder gegen Wolfgang Dietrich votieren, ist dieses Signal wahrzunehmen! Ganz losgelöst davon, ob die auf der Mitgliederversammlung zur direkten Abwahl notwendigen 75 Prozent erreicht wurden.

In folgendem Punkt stimmen wir bezüglich des Präsidentenamtes des VfB Stuttgart mit Herrn Dietrich überein:

“…wenn eine Mehrheit der Mitglieder mich nicht will, bleibe ich ein normales Mitglied und beobachte von außen…” (Wolfgang Dietrich, September 2016)

Schlussendlich weiß keiner was der Sonntag bringt. Auch wir wissen aktuell nicht, welche Schlüsse wir aus diesem Tag ziehen werden und müssen.

Eines bleibt jedoch festzuhalten:

Egal welche Spieler, egal welcher Präsident – die einzige Konstante sind wir Fans!

Für immer Weiß-Rot!

Dietrich raus!

Schwabensturm Stuttgart im Juli 2019

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